Reiseführer – Wandern & Radfahren: Schwetzingen

Schon die Kurfürsten schätzten das überaus milde Klima der Kurpfalz und errichteten in der „Barockstadt“ ihre Sommerresidenz.

Das Schwetzinger Schloss war ursprünglich eine mittelalterliche Wasserburg und wurde später als Jagd- und Lustschloss (1710-1716) genutzt. Der Schlosspark, eine der größten und schönsten Gartenanlagen der Barock- und Rokokozeit (1748-1785), ist ganzjährig beliebter Treffpunkt der rund 22 220 Bürger und ihrer Gäste. Das Rokoko-Theater (1752) im Schloss ist Schauplatz der Schwetzinger SWR Festspiele (April-Juni), dem Schwetzinger Mozartfest, von Konzerten sowie Open Air Aufführungen.

Ein Kleinod am Schlossplatz ist das Palais Hirsch, das 1748 im Auftrag von Kurfürst Carl Theodor für den kurfürstlichen Berater und Beichtvater, den Jesuitenpater Franz Joseph Seedorf, erbaut wurde. Heute dient es mit Tagungs- und Austellungsräumen für Veranstaltungen und zu Repräsentationszwecken. Wenige Meter weiter entdeckt man die schöne frühklassizistische Fassade der St. Pankratius-Kirche (18. Jh.), übrigens ein Entwurf von Nicolas Pigage ... Eine kleine Exkursion verdient das Karl-Wörn-Haus, das mit den „Schwetzinger Sammlungen“ einen ausführlichen Überblick zur Stadtgeschichte gibt.

Schloss- und Gartenführungen:


Amüsante Details aus dem Leben der Adligen erfährt man bei Führungen, buchbar auch in Kostümen, durch die Schlossinnenräume und den Schlosspark. Begonnen im Jahr 1753 unter Kurfürst Carl Theodor, wird die Gartenanlage heute gern als „Pfälzisches Versailles“ bezeichnet. Der Garten besteht aus dem symmetrisch angelegten französischen Barockgarten und dem englischen Landschaftsgarten. Wasserspiele, Skulpturen, Apollo- und Minerva-Tempel, türkische Moschee, chinesische Bogenbrücke und der kleine See bieten rund um die ehemalige Sommerresidenz heute einen Ort der Ruhe von eindrucksvoller Schönheit und vollendeter Harmonie.

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