Reiseführer – Wandern & Radfahren: Gemünden (Felda)

Wo das Mühlrad noch klappert am rauschenden Bach: Beschauliche Fachwerkdörfchen, großflächige Waldgebiete, sonnendurchflutete Auenlandschaften, stille Seen und klare Bäche hat das Gebiet zwischen Felda und Ohm zu bieten.

An beiden Flüssen finden sich noch mehrere erhaltene Wassermühlen und lohnen eine Besichtigung. Erstmals wurde Gemünden im Jahr 770 im Zusammenhang mit dem Wirken des Missionars Bonifatius urkundlich erwähnt. Die Burg im Ortsteil Burg-Gemünden entstand durch die Grafen von Ziegenhain über der Ohmfurt. Am 'Tag des offenen Denkmals' öffnet die Burg alljährlich ihre Pforten für Besucher.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Burg

Auf einem weit ins Ohmtal vorspringende Felsen über einer Furt durch die Ohm baute 1246-1271 Graf Gottfried V. von Ziegenhain eine Burg. Von den Landgrafen von Hessen wurde die Burg kurz danach zerstört und von 1307 bis 1311 wieder aufgebaut. 1450 fiel Burg-Gemünden mit dem Ziegenhainer Erbe an Hessen und wurde Amtssitz. Im 16.Jahrhundert entstanden noch mehrere Gebäude, darunter im Jahre 1566 die heute noch mächtige Zehntscheune.

Naturschutzgebiet

Rund um den Strackeicherkopf befindet sich ein sehenswertes Naturschutzgebiet, in dem man viele seltene Pflanzen, wie z.B. Orchideen, oder Tiere antreffen kann. Ein idealer Platz zur Erholung und Entspannung auf einem ruhigen Spaziergang.

Wassermühlen an Felda und Ohm

In Nieder-Gemünden gibt es noch vier Mühlen. Dies sind die Schlagmühle, die Rosselmühle, die Oppermühle und die Dicknertsmühle. Wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung standen die Mühlen früher unter der Oberhoheit des Landesfürsten, der das Mühlrecht als Lehen vergab.

Rathaus in Nieder-Gemünden

Das 200 Jahre alte Rathaus, ein schöner Fachwerkbau, wurde 2007/08 nach den Vorgaben des Denkmalschutzes aufwändig saniert. Das Gebäude, dessen Grundmauern aus Bruchstein bestehen, diente früher auch als Schulhaus.

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